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ZUSTAND DER NATUR IN MOLDAVA UND UMGEBUNG

Die Gemeinde Moldava befindet sich im nordwestlichen Teil der Tschechischen Republik an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Sie breitet sich auf den Gipfeln des Erzgebirges, den Neustädter Feldern und dem Quelltal der Mulde aus.

Die Flora ist sehr reichhaltig. In höheren Lagen des Erzgebirges waren ursprünglich blühende Buchenwälder, die später durch Fichten – Monokultur ersetzt wurden. Ein bedeutendes Biotop des Erzgebirges sind Torfbecken und früher bewirtschaftete blühende Wiesen, auf denen bis heute eine Reihe bedeutsamer und seltener Pflanzen wächst, wie z.B. Feuerlilie  (Lilium bulbiferum), Waldläusekraut (Pedicularis sylvatica), Trollblume (Trollius altissimus), Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris).
Das Klima des Erzgebirges wird von der Höhe über dem Meeresspiegel beeinflusst. Die durchschnittliche Jahrestemperatur bewegt sich zwischen 8 und 9 Grad Celsius.
Für die bewaldeten Gebiete des Erzgebirges sind  von den großen Säugetieren insbesondere der europäische Hirsch (Servus elaphus) , der allgemeine Rehbock (Capreolus capreolus) und das Wildschwein (Sus  scropha) charakteristisch.Im Jahre 1958 wurde bei Moldava versehentlich ein Elch (Alces alces) erschossen.Ein weiteres Exemplar wurde im Jahre 1987 wiederum beobachtet .Es wurde die Theorie aufgestellt, dass das Erzgebirge Bestandteil der Elchwege vom Norden nach Süden ist. Das Mosaik der Torfbecken, der Wiesen und Neubepflanzung mit Ersatzgehölzen in den oberen Partien des Erzgebirges bildet eine ideale Umgebung für das sehr stark gefährdete Birkhuhn(Tetryl tetrix), welches hier nistet.Von den anderen Vogelarten, welche die Waldbiotope des Erzgebirges bewohnen seien hier der Habicht (Accipiter gentilis), die Waldohreule (Asio otus), der Waldkauz (Strix aluco) und der Rauhfußkauz (Aegolius funereus) genannt. Die wirbellosen Tiere werden von einigen Arten geschützter Ameisen vom Stamm der Formica, Hummeln vom Stamm der Bombus und einige Arten von Laufkäfern vertreten .

Geschützte Gebiete:

BUCHEN AUF DEM BOUŘŇÁK

Unter Naturschutz gestellt:                       1979
Fläche:                                             3,26 ha
Unter Schutz gestellt ist ein ca. 200 Jahre alter Buchenbestand in einer Höhe von 850m über dem Meeresspiegel, deformiert in bizarre Formen. Die Buchen befinden sich auf dem westlichen Hang des Bouřňák – Gipfels, 400 m südöstlich von der Bebauung von Nové Město bei Moldava.
 
Buky na Bouřňáku

 

GRÜNWÄLDER TORFBECKEN
 

Unter Naturschutz gestellt:                       1989
Fläche:                                             39,23 ha
Das Hochmoor vom Typ einer Wasserscheide mit Bewuchs von Miniatur – Kugelkiefern (Pinus pseudopumilio) und typischem Torf ist Brutplatz des Perlhuhns  (Tetryl tetrix). Das Torfbecken erstreckt sich über die obere Ebene des Erzgebirges, 2,5 km südlich von Moldava und 2,5 km westlich von Nové Město. Torf entstand hier als quartäres organisches Sediment, welches eine Schichthöhe von ca. 6m erreicht.   Neben Zwergkiefern wachsen hier der sehr stark bedrohte  Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), die Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum), der bedrohte Sumpfporst (Ledum palustre),  die Gewöhnliche Moosbeere (Oxycoccus palustris) und die Rosmarinheide (Andromeda polifolia),von weiteren typischen Arten gedeihen hier das Scheidenwollgras (Eriophorum vaginatum), die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) und das Heidekraut (Calluna vulgaris). Es wurde die Anwesenheit von 55 Wirbeltierarten festgestellt (Vögel, Säugetiere, Lurche und Kriechtiere). An besonders geschützten Arten wurden beobachtet: Sumpfschnepfe (Gallinago gallinago), Habicht (Accipiter gentilis), Sperber (Accipiter nisus), Kornweihe (Cirkus cyaneus), Rauhfußkauz (Aegolius funereus), Domdreher (Lanius colurio), Kreuzotter (Cipera berus) und Waldeidechse (Zootoca Vivipara).

(Autor des Artikels: Mgr. Markéta Kvasňová)